STRESS-KICKS 2: Hungersnot der Organe. Nichts da – wenn Sie viel bräuchten

Der Autor dieses Artikels ist Karl J. Hierl, selbständiger Natur-Therapeut und Entwicklungs-Coach. Er berichtet hier aus seiner eigenen Praxis. Weiterführende Informationen finden Sie auch auf seinem eigenen Blog: www.burnout-stress-info.de .

Das ist die brandheisse Schicksals-Frage des Erfolges:
Warum manche auf den Punkt fit sind – und das absahnen, was Andere geschaffen haben – die dann am Ende zu müde zum ernten sind.
Eins ist Fakt: Den Lohn bekommt nicht, wer die Arbeit gemacht hat. Sondern wer dann fit ist, wenn die Sahne verteilt wird. Das hat schon viele wirklich GUTE in die Verzweiflung gestürzt. Hat bösen Frust entstehen lassen. Und den Stress noch weiter hoch gekocht.

Haben auch Sie schon mal mit dem Ofenrohr ins Gebirge geguckt?
Dann macht es Sinn, die Fakten zu sichten und aus den eigenen Fehlern zu lernen. Denn genau das macht die GUTEN aus.

Dann aufgepasst: Hier kommt die körperliche Anleitung, wie sie künftig ERFOLG haben. Auch wenn sie die Arbeit dafür geleistet haben.
Unterstellen wir mal, sie hätten richtig gute Projekt-Arbeit geleistet. Hätte sich aufgerieben. Und oft bis in die Nacht am Schreibtisch gesessen. Sie sind am Ball geblieben. Aus Pflicht-Bewusstsein. Und weil sie sich durchsetzen wollten. Weil sie wissen, wie wichtig das alles für die Firma ist. Also war ihre innere Einstellung von Folgendem geprägt:

  1. Hohe Motivation.
  2. Hohe Emotionalität.
  3. Hoher, körperlicher Einsatz.

Jetzt Achtung: All diese Auslöser lassen Ihren Körper grundsätzlich in STRESS-Verhalten gehen. Weil nämlich „überlebensrelevante Phasen“ von genau diesen 3 Umständen gekennzeichnet sind.

Konkret – zum mitschreiben:

  1. Sie tun, was sie ins Problem stürzt.
  2. Weil sie es nicht anders gelernt haben.
  3. Weil sie es immer schon so gemacht haben.
  4. Weil sie glauben, dass man nur mit dieser Einstellung was bewegen kann.
  5. Ober weil sie davon einen „Inneren Adrenalin-Kick“ bekommen.

Wenn Sie jetzt unter BURN OUT-Symptomen leiden,
dann deshalb, weil sie mit dieser inneren Einstellung sich selbst den STRESS geschaffen haben. Ihr „Mind-Set“ hat das hervor gerufen, was sie am Ende kaputt macht. Ihnen die Nerven zerstört. Den Schlaf raubt. Sie in Streit mit Kollegen führt. Und genau dann kaputt sein lässt, wenn die Sahne verteilt wird. Und warum ist dann keiner Mann´s genug, zu sagen: „Das haben nicht wir geleistet, sondern unser Herr Meier!“ Ganz biologisch: Sie haben durch die, bei STRESS ganz normalen „Kampf- und Flucht-Reflexe“ ihre soziale Basis angegriffen. Unter der Legitimation des Projekt-Zeitplans haben sie den anderen voll ans Bein getreten. Nicht, weil sie aggressiv wären. Sondern weil die bei STRESS automatisch gezündeten Verhaltens-Muster eben das hervor rufen.

Es ist Zeit zu erkennen, dass Ihr „Mind-Set“ noch aus der Kriegszeit stammt.
Und jetzt endgültig überholt ist. Und solang sie daran nichts ändern, werden sie immer und  so präzise wie eine Uhr tickt, leer ausgehen, wenn die anderen abkassieren.

Jaja, ich weiss. Jetzt tobt Ihr innerer Schweinehund voll los:
„Soll ich jetzt alles schleifen lassen???“ „Soll ich ein LMaA-Gefühl haben???“ „Wer soll dann die Arbeit machen???“ „Und wenn ich mich nicht drum kümmere, wird bei diesem Haufen gar nichts!!!“ „Das habe ich schon oft genug erlebt – und dann haben die alles mir in die Schuhe geschoben“ … jaja,  sie sind die/der Wichtigste. Ohne sie geht gar nichts …

Lassen sie für einen Moment diese Ängste los. Nur kurz.
Wer hat sie denn in diese „Ohne-mich-geht-garnichts-Position“ gebracht? Niemand ausser Sie selbst. Sie können viel. Und wollten das ausleben. Entwickeln, Zeigen. Die Anderen hinter sich lassen. Alles wunderbar! Aber es produziert STRESS. Und damit erhebliche Karriere- und Beschäftigungs-Risiken. Macht sie krank. Und kickt sie in einen BURN OUT.

Konnte ich Ihnen diese biologisch geführten Ketten-Reaktionen verständlich machen?
Haben sie gesehen, dass Ihre inneren Einstellungen – über die biologische STRESS-Brücke – direkt auch auf Ihre Erfolgs-Fähigkeit durchschlagen? Dann macht es Sinn, dass wir jetzt die dahinter liegenden Körper-Reaktionen ansehen. Wenn Sie diese begreifen, sind sie in Zukunft auf der Honig-Seite. Bekommen den Lohn, den sie verdienen. Und noch mehr – denn es gibt genug GUTE, die echt was können. Voll Leistung bringen. Hoch intelligent arbeiten. Aber zu eitel sind, um an sich zu arbeiten.

Was geschieht bei STESS? Es sind 3 Aspekte

  1. Die Emotionen fokussieren den Blickwinkel – und damit die Wahrnehmung auf den Punkt der höchsten Emotionalität. Nicht auf das Wichtigste. Sondern auf den grössten Angst-, Ärger- oder Freuden-Punkt. Sind Sie im STRESS, sehen sie nicht, was wichtig ist, sondern, was sie erregt.
  2. Der „Kampf- und Flucht-Reflex“ zieht jetzt alle verfügbaren Vitalstoffe aus dem Körper in die Muskeln. Dann beginnt das Drama: Jetzt fehlen sie überall dort, wo sie wirklich gebraucht würden. Und dann beginnt das Chaos:
    1. Der Stoffwechsel wird immer schlechter. Die Verdauung – und damit der Energie-Gewinn aus der Nahrung wird immer geringer. Die Ausscheidung wird eingestellt, die überschüssigen Säuren, Gifte und Schlacken bleiben im Körper. Werden in Binde- und Fettgewebe eingelagert. Von dort aus stören sie wie ein Piraten-Sender. Sie werden schlapp. Regenerieren schlechter. Gehen bald auf „Notprogramm“ – und das heisst, sie verwerten die bestehende Körpermasse, um das zu ersetzen, was STRESS-bedingt an Nahrung nicht verdaut wurde.
    2. Die Organe werde geparkt – denn die Energie geht ja in den Kampf- und Flucht-Reflex. Damit entgiftet die Leber nicht mehr richtig. Die Nieren scheiden kaum mehr aus – nur das Nötigste. Der Darm stellt seine Peristaltik ein, der Darm-Inhalt steht. Damit wechselt die Verarbeitung des Speise-Breis von „Verdauen“ auf „Verwesen“. Es entstehen Gase und Fusel-Alkohol. Und der stört wiederum die Regulation und geht ins Hirn. Wenn das mal kurz ist – OK. Wenn das über die gesamte Projekt-Zeit so läuft, schwächt das den gesamten Körper – nachhaltig. Sie gleiten sanft aber sicher aus der Leistungs-Phase mit intaktem Stoffwechsel – ins „Überleben“ mit Selbst-Verzehrung: Ihr Körper muss ja schliesslich was zum Überleben haben – also löst er Körper-Masse auf. Das hilft über´s nötigste hinweg – aber ist kein Vergleich mit guter, frischer Nahrung.
    3. Das Hirn ist der dritte Defizit-Punkt. Normal schluckt der grösste Verbraucher 40 – 60% der Energie und Vitalstoffe. Unter Stress aber bekommt auch die Schalt-Zentrale nur minimal Nahrung. Und dann schalten auch hier die Prozesse ab: Die Creatiität entfällt, denn dafür muss das Hirn viele Areale neu verschalten. Viel Arbeit – viel Energie. Da die aber fehlt, bleibt es im simplen Logik-Modus, der immer nur in einer Richtig arbeitet. Im Projekt denken sie dann immer in der selben Spur. Nutzen die selben Materialien, Verarbeitungs-Techniken, immer die selben Promotionen über den Preis – statt über mehr Faszination. Und dann wird´s teuer: Sie verschenken bares Geld!.
  1. Wenn Sie zu den GUTEN gehören, brennt jetzt eine einzige Frage: Wie komme ich da wieder raus?
    Antwort: Gar nicht. Das wird immer schlimmer. Sie kennen das in der Praxis. Wieso eskaliert der STRESS – auch wenn die Kollegen längst wieder friedlich sind. Wieso können sie da einfach nicht los lassen? Das liegt am Escalations-Effekt: Ihr Körper übersäuert, weil er STRESS hat – und STRESS ist ein hoch priorisiertes Überlebens-Programm. Daher gilt auch der Rückschluss: Wenn viel Säure im Körper ist, muss er zwingend in einer Überlebens-Gefahr sein. Also produziert er weiter STRESS-Effekte. Der Körper übersäuert noch mehr – und so fort. Das Problem dreht immer weiter hoch – bis es zum Crash kommt. Oder der Zusammenbruch im BURN OUT folgt.

Nochmal – was kann man in diesem Fall tun?
Die GUTEN denken in „Effizienz“, in der Frage: Wo muss ich ansetzen, um hier raus zu kommen? Nachdem der zentrale Auslöser STRESS ist – und der die Säuren produziert, die den ganzen Rattenschwanz hinter sich her ziehen, beginnt jedes Besserungs-Programm hier: Professionell entsäuern. Dann dreht alles auch wider automatisch zurück.

Was aber, wenn sie Medikamente nehmen? Psychopharmaca, Antidepressiva etc..
Dann zünden sie die zweite Stufe der Zerstörungs-Rakete: Dann zwingen die Chemie-Botenstoffe das Hirn, den Körper ruhig zu stellen. Der aber meldet über die Säure-Pegel was völlig anderes: HILFE! Hier ist Überlebens-Gefahr. Es kommt zu einer hochgradig sensiblem Konfrontation der Hirn- und Körper-Systeme. Und da das ganze Spiel auf der „Überlebens-Ebene“ läuft, MUSS das System reagieren. Und das tut es mit einem sehr sensiblen Selbstzerstörungs-Effekt: Demenz! Was läuft da? Der Körper spürt, dass er in dieser Form nicht mehr überlebensfähig ist. Und beginnt dann damit, systematisch immer mehr Systeme abzuschalten – nämlich dort, wo die Fehlmeldung produziert wird: Im Hirn. Und das nennt man dann DEMENZ. Und wenn Sie sich die bekannten Demenz-Fälle ansehen, werden sie immer einen dieser zuvor genanten Aspekte finden. Lesen Sie dazu mehr in einem eigenen Blog-Artikel.

Sehen sie, was ich ihnen sagen will?
Dann spüren sie auch, was derzeit in vielen Menschen läuft. We es zustande kommt. Und wie es durchaus effizient zu stoppen wäre – wenn es nur eines nicht gäbe: Die bockige Eitelkeit der gestressten GUTEN „Nein, ich brauche das nicht!“ Wie dumm! Und am schlimmsten, dass es genau die GUTEN sind, die sich damit selbst aus dem felg kicken. Tja, dumm gelaufen! Schade drum! Die Lösung wäre doch so einfach!

 

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